Finanzierung eines Bürgerbusses

 

Kosten

Oft scheinen die Anschaffungskosten für ein Fahrzeug als vorrangiges Problem. Gerade diese lassen sich aber relativ gut kalkulieren und auch durch Förderprogramme, öffentliche Zuschüsse oder Sponsoren aufbringen. In manchen Fällen ist die Anschaffung gar nicht nötig. Zunächst sollte geprüft werden, ob im Umfeld tatsächlich keine passenden Fahrzeuge vorhanden sind.

Viel schwieriger gestaltet es sich in der Regel, die laufenden Kosten zu decken. Dabei fallen die notwendigen Personalkosten ins Gewicht. Der Aufwand für Organisation und Ehrenamtsmanagement dürfen nicht unterschätzt werden. Es empfiehlt sich, zur Finanzierung verschiedene Quellen zu nutzen.   

a) kommunale Mittel
b) Kooperation mit Kirchengemeinde oder Sozialträger
c) Kooperation mit Gewerbebetrieben und Banken
d) Laufende Einnahmen durch Fahrscheine, Spenden, Sponsoring Werbung und Vermietung

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Regionalmanagement auf, um ihre Pläne zu konkretisieren und sich über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Entgelte

Ob von den Fahrgästen ein Entgelt verlangt werden sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Es gilt, das Für- und Wider gut abzuwägen. Ein Teil der Zielgruppe verfügt über ein sehr geringes Einkommen. Andererseits kann ein Entgelt die Hemmschwelle senken, einen Bürgerbus zu nutzen. Letztlich kann durch Entgelte ein Teil der Kosten gedeckt werden. Wird der Bürgerbus von einer Verkehrsgesellschaft unterstützt oder betrieben, ist in der Regel ein Angleich an die dort festgelegten Tarife erforderlich. In solchen Fällen ist auch eine gegenseitige Anerkennung der Fahrscheine leichter möglich.

Entscheiden Sie:

a) Fester Kostenbeitrag
b) Sozialtarife
d) Kostenlos
c) Kostenbeiträge als freiwillige Spende

 

Bürgerbus realisieren!

 

vgl. Buchenauer (2012) Bürgerbussysteme im Vergleich, Mobilität im ländlichen Raum – Veranstaltungsunterlagen, 09.05.2012, Bahnhof Wabern. > > > PDF