Bus und Bahn sind Massenverkehrsmittel. Sie lohnen dort, wo vielen Menschen zur gleichen Zeit zum gleichen Ziel wollen und bereit (bzw. in der Lage) sind, dafür ausreichend zu bezahlen. Diese Voraussetzungen sind im ländlichen Raum -und dort besonders im peripheren Raum- meist nicht gegeben. Aufgrund einer Flexibilisierung von Arbeits- und Öffnungszeiten fahren weniger Menschen zur gleichen Zeit auf der gleichen Strecke. Dies kommt dem Individualverkehr zugute. Die Verkehrsdichte zur "Rushhour" entzerrt sich. Für den effektiven Einsatz von Massenverkehrsmitteln ist dies aber ein Problem. Daraus resultiert ein grundsätzlich geringerer Auslastungsgrad, der sich mit den Maßstäben des städtischen Raumes nicht vergleichen lässt. 

Die Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel ist auch deshalb schwach, weil sie meist nicht von Menschen genutzt werden, die auf ein eigenes Fahrzeug zugreifen können. Die Bereitschaft, sein eigenes Fahrzeug zugunsten einer Fahrt mit dem Bus stehen zu lassen, ist u.a. von der Angebotsdichte und -qualität sowie der bequemen Erreichbarkeit abhängig.

Prof. Heiner Monheim vom Institut für Raumentwicklung und Kommunikation in Trier hat zahlreiche Vorschläge gesammelt und auch in der Praxis umgesetzt, die zeigen wie sich der ÖPNV grundlegend verbessern lässt.

Vortrag von Prof. Heiner Monheim, den er im Projektzeitraum am 25.09.2016 beim Regionaltag in Rauschenberg gehalten hat.