Raumplanung als Instrument zur Verringerung des Verkehrs

Mit den Instrumenten der Raumplanung versucht die Politik seit vielen Jahrzehnten die Siedlungsentwicklung zu steuern und eine möglichst ortsnahe Versorgung der Bevölkerung mit Waren- und Dienstleistungen sowie Kultur- und Bildungsangeboten zu erzielen.

Allerdings verändert sich das Konsumverhalten schnell. Viele Konsumenten bevorzugen große Einkaufs- und Dienstleistungszentren und nehmen dafür längere Anfahrtszeiten in Kauf. Mehr und mehr Einkäufe werden über Bestellungen im Internet erledigt. Kleine Dorfläden oder Einzelhändler kämpfen unter diesen Bedingungen oft um ihre Existenz, haben Nachfolgeprobleme oder bereits aufgegeben. Bei anhaltendem Trend zur Zentralisierung und Urbanisierung versagen die Instrumente der klassischen Raumplanung hinsichtlich der Vermeidung von Verkehrsbelastungen zusehends und die Daseinsvorsorge wird immer abhängiger von der Nutzung von Verkehrsmitteln.